Praxis Dr. K.-P. May
Balken2009 Final02
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SDA

SDA ist die Abkürzung für Schmelz Dentin Adhäsiv.
Eine SDA-Rekonstruktion ist damit eine Füllung aus einem Komposit (hochwertiger Kunststoff),
die sowohl an den Zahnschmelz, als auch an das unter dem Zahnschmelz liegende Dentin geklebt wird.
Bei der Beschreibung der Adhäsiv-Technik wurde bereits betont, dass diese ein
             - zahnsubstanzschonendes Ausbohren ermöglicht.

Warum ist diese Art der Füllungstechnik zeitaufwendig?

Nachdem der Zahn sauber ausgebohrt wurde, wird das Loch
             - desinfiziert, danach mit
             - einer Säure vorbehandelt. Diese wird gründlich
             - abgespült und das Loch annähernd
             - trocken geblasen. Danach werden nacheinander
             - ein Schutzfilm (Primer)
             - eine Klebeschicht (Adhäsiv)
             - eine feine, erste Kunststoffschicht (Bond)
jeweils aufgetragen, verblasen und am Ende mit
             - UV-Licht beleuchtet.
Während des gesamten Ablaufs ist eine enge, eingespielte Zusammenarbeit von Zahnarzthelferin
und Zahnarzt erforderlich.
Damit ist die Vorbehandlung des Zahnes abgeschlossen.


Das eigentliche Füllen des Loches mit dem hochwertigen,
             - zahnfarbenen Komposit kann beginnen.

Hierbei muss der Zahnarzt beachten, dass bislang noch jedes Komposit, welches als plastisches
(weiches) Material in den Zahn eingebracht wird, eine unerwünschte Eigenschaft besitzt :
Es schrumpft bei der Aushärtung.
Diese Materialschrumpfung hätte zur Folge, dass, wenn die für das Füllen des Loches erforderliche
Kompositmenge mit einem Male in den Zahn gestopft würde, die fertige, harte Füllung etwas kleiner als das
Loch wäre. Die Füllung hätte unmittelbar nach der Herstellung schon kleine Randspalten, über die Bakterien
wieder in den Zahn eindringen könnten.

             -
Um die Randständigkeit einer Komposit-Restauration zu gewährleisten,
               muss der Zahnarzt das Material
             - in kleinen Portionen oder dünnen Schichten in bestimmter Weise einbringen. Jede für sich wird
               von der Zahnarzthelferin mit UV-Licht gehärtet. Eine eingebrachte Portion kann für sich gefahrlos
               schrumpfen und jede weitere Portion wird auf bereits geschrumpftes, ausgehärtetes Material gebracht.
               Bei dieser Vorgehensweise ist die Materialschrumpfung
               vernachlässigbar gering. Am Ende wird die Füllung
            - dem Gegenzahn angepasst,
           
- poliert und der Zahn wegen der vorangegangenen Säureätzung zwecks Remineralisierung
            - fluoridiert.

Zusammenfassend gesagt entsteht in einem zeitaufwendigen Mehrschicht-Adhäsiv-Verfahren
eine randständige, zahnfarbene, metallfreie Komposit-Restauration,
bei der die gute Restzahnsubstanz weitgehend geschont werden kann
und selbst bei größeren Defekten eine eventuelle Überkronung des Zahnes verhindert werden kann.
 

 

Letzte Überarbeitung der Seite am 17. Mai 2016.
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